RadPfarrhaus: Absteigen bei Freunden

Unsere Umgebung

Bereits unsere unmittelbare Umgebung ist historisch und kulturell hoch interessant und lädt zu Spaziergängen und Wanderungen ein.
Mit kleinen Fahrradtouren erreicht man interessante Museen
und Orte.

Hier unsere Hinweise auf das Schöne und Interessante, das so nahe liegt:

  • Gesundbrunnen und Forellenhof

  • Dretzen

  • Über den „Buckau-Skate“ nach Steinberg

  • Görzke, Töpfereien und der Falsche Waldemar

  • Ziesar mit Bischofsburg und Museen

Der Gesundbrunnen,

zwischen Buckau und Rottstock gelegen, ist ein sehenswerter Quellkessel, der am Pfingstmontag im Jahre 1659 nach einem mächtigen Gewitter durch einen Bergeinsturz entstanden ist.
Der so entstandene Gesundbrunnen wurde zu einer Pilgerstätte, da das Wasser anfänglich eine besondere Heilkraft aufwies.
Geheilte sollen ihre Krücken als Dank auf dem Altar unserer Buckauer Kirche niedergelegt haben.

In allen Winkeln des Kessels, der produktivste Quelltopf im ganzen Land Brandenburg, sprudelt immer noch das heute vor allem eisenhaltige Wasser hervor. Am Kesselausgang verläßt schon ein wasserreicher Bach das Tal.   


Dieser Bach speist heute die Teiche des

Forellenhofs Rottstock

(2 km, zu erreichen auch über den Radweg),  bevor er in die Buckau mündet. Traditionelle Fischteiche, Teichführungen mit Erklärungen; täglich selbst Angeln möglich.  Anschrift: Forellenhof Rottstock,   14793 Rottstock, an der B 107, Fon: 033847/402 41; Fax: 033847/ 403 10 email: info@forellenquelle.de 


Nur drei Kilometer von Buckau entfernt (Waldstraße) liegt das Dorf

Dretzen,

das gemeinsam mit Buckau und Steinberg kommunal zur Gemeinde Buckautal gehört. Es hat ein interessantes Schul- und Bethaus (Kirchlein), sechs Windräder fast so hoch wie der (West-)Berliner Funkturm, ein Dorfmuseum und einen kleinen Dorfladen.

Steinberg

(6 km) ist heute ein Ortsteil von Buckautal. Ein gut asphaltierter Weg  durch eine malerische Landschaft mit interessanten Kurven, Steigungen und Abfahrten ("Buckau-Skate", aber Achtung, landwirtschaftlicher Verkehr!) verbindet die Ortsteile Steinberg und Buckau.

Görzke

(7 km südlich von Buckau, am Radweg) erhielt um 1250 das Stadtrecht und wurde mit einer Stadtmauer umgeben. 1283 verlieh man dem Ort die eigene Gerichtsbarkeit und 1285 sogar das Münzrecht.
Im Mittelalter verfügte Görzke Berichten zufolge über ca. 8 m hohe Mauern, Tore, Wälle und bis zu 6 m tiefe Stadtgräben und galt als fast uneinnehmbar, was zu dem Spruch führte:
„Haben wir erst Brandenburg und Zerbst,
dann kriegen wir auch Görzke, das Teufelsnest.“

Görzke engagierte sich fatalerweise für den „Falschen Waldemar“, einen Hochstapler, der 1348 behauptete, der Askanier Markgraf Woldemar der Große zu sein, den man 29 Jahre zuvor bestattet hatte. Er gab vor, die Bestattung von 1319 sei nur inszeniert gewesen, und er habe sich in der Zwischenzeit auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land befunden.

Zunächst wurde Woldemar von Kaiser Karl IV. anerkannt und neu mit der Mark belehnt. Nachdem der Schwindel 1350 aufflog, wurde auch über Görzke die Reichsacht verhängt.
Der falsche Waldemar aber hielt sich am askanischen Hof in Anhalt-Dessau auf, wo man ihm zeitlebens alle höfischen Ehren erwies, bis er wahrscheinlich 1357 eines natürlichen Todes starb. Über ihn gibt es zwei interessante Romane:

  • Willibald Alexis Der falsche Woldemar, 1842 und

  • Horst Bosetzky Der letzte Askanier, 1999

Die Stadtrechte gingen Görzke endgültig erst 1815 verloren.
Bedeutendstes Bauwerk in Görzke ist heute die spätromanische Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Die Kirche lag am Zugang zu einer Burg an der gleichfalls restlos abgetragenen Stadtmauer.


In Görzke gibt es ein Technisches Museum, (Dampfmaschine), ein Puppenmuseum (u.a. wurde hier das DDR-Sandmännchen produziert),
sowie ein kleines Freibad. Die Eva Zeller Stube ist ein kleines Museum über die in Görzke geborene und aufgewachsene Schriftstellerin Eva Zeller (Die Lutherin, Nein und Amen, Lyrik.)

Bekannt ist Görzke heute durch seine Töpfereien und den traditionellen Töpfermarkt von Ostersonnabend 10.00 Uhr bis Ostersonntag 17.00 Uhr
mit über 70 Ausstellern aus dem gesamten Bundesgebiet,
2015 am 4. und 5. April.


Ziesar

das Ackerbürgerstädtchen 6 km nördlich von Buckau, auch über den Radweg erreichbar, hat eine historische Burganlage. Die Burg in Ziesar war  Bischofsresidenz der Bischöfe von Brandenburg und beherbergt heute das "Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters", ein Heimatmuseum und eine bemerkenswert reichhaltige Fachbibliothek für Kirchen- und Kulturgeschichte. Den Grundstock der Fachbibliothek bildet die 50.000 Bände umfassende Bibliothek des ehemaligen Sprachenkonvikts Berlin (Ost). Seit April 2008 ist sie als Dauerleihgabe der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz der Öffentlichkeit als Präsenzbibliothek zugänglich.

Besonders sehenswert:
die 1470 von Bischof Dietrich von Stechow (1459-72) geweihte
Burgkapelle . Ihre reich verzierte Fassade ist ein Meisterwerk der märkischen Backsteinarchitektur.


Was viele nicht wissen: Die <<Bischofsresidenz Burg Ziesar ist eine der wenigen original erhaltenen Schauplätze einer Karl-May-Erzählung.
1876 begann Karl May seine schriftstellerische Karriere mit dem Fortsetzungsroman "Der beiden Quitzows letzte Fahrten". Die Episode "Der Leu im Käfig", die auch bekannt ist unter der im Band 69 der Gesammelten Werke veröffentlichten Überschrift "Wildwasser", spielt auf der Burg Ziesar>>  berichtet das dortige Museum anläßlich einer Sonderausstellung.





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